Presse

LEAN ZIRKEL: Shopfloor Management bei der QIAGEN GmbH in Hilden

27.09.2017

Beim Biotechnologie-Unternehmen QIAGEN fand am 27. September 2017 das erste Treffen des LEAN TO GO Arbeitskreises zum Thema Shopfloor Management statt.

LEAN ZIRKEL QIAGEN

LEAN ZIRKEL Shopfloor Management, QIAGEN Hilden, 2017

QIAGEN hat zum Ende der Wirtschaftskrise in 2009 begonnen, mit Lean Management die Arbeitsprozesse im Unternehmen ständig zu verbessern. Durch den Einbezug der operativen Mitarbeiter und einer Verbesserung der  internen Kommunikation ist es QIAGEN gelungen, die Wertschöpfung für den Kunden ständig zu erhöhen. Auch die Einführung der Six Sigma-Methodik und der vorbeugenden Instandhaltung  (TPM) haben entscheidend dazu beigetragen.
Neben dem Schweizer Konzern Roche gilt QIAGEN als führender Anbieter  von Testtechnologien in der molekularen Diagnostik. Diese beschäftigt sich mit dem Nachweis von Krankheiten und der Optimierung von Behandlungsmethoden mit Hilfe der Genanalyse.
Nach einer Vorstellung des Unternehmens durch Herrn Adels (Director Operations ATP) und einem Vortrag über QIAzen – dem Lean-Programm bei QIAGEN – von Herrn Bosse (Lean Manager) folgte ein Betriebsrundgang, bei dem sich die Teilnehmer des LEAN ZIRKELS von der Nachhaltigkeit der Verbesserungen überzeugen konnten. Ein anschließendes Feedback und viele Fragen an die Gastgeber rundeten den Erfahrungsaustausch ab.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und ganz besonders bei den Gastgebern für diesen interessanten Tag.

Manfred Kober

Lean-Mentoren-Training beim Verband der Textil- und Bekleidungsindustrie in Münster: Lernen für die Praxis!

30.05.2016

Auf die vorjährige Vortragsveranstaltung zum Thema „Schlanke Produktion: Prozesse ganzheitlich abstimmen und optimieren“ folgte im Januar 2016 das dreitägige Lean-Mentoren-Training mit insgesamt 11 Teilnehmern aus mehreren Unternehmen unseres Verbandes.

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Teilnehmer Lean-Mentoren-Training, Quelle: Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V., Münster, 2016

Die Herren Dipl.-Ing. Liskamm und Kober von der Unternehmensberatung „LEAN TO GO“ haben auf Grundlage ihrer langjährigen bewährten Erfahrungen als ehemalige Verbandsingenieure und Lean Experten bei einem Unternehmerverband dieses Trainingskonzept zur Implementierung von „Lean Management“– Aktivitäten in Unternehmen erarbeitet und ständig weiterentwickelt. Ziel der Schulung ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das heißt, die Teilnehmer, welche in der Regel als Führungskraft aus den verschiedenen Funktionsbereichen eines Unternehmens kamen, wurden in diesem Seminar als Unterstützer bzw. Lean-Mentoren für das eigene Unternehmen dahingehend ausgebildet, Kaizen im Unternehmen zu begleiten und in Verbindung mit 5S den 7 Arten der Verschwendung und PDCA einen Kulturwandel einzuleiten.

Lean Management kann nur gelingen, wenn Unternehmen sich unter Einbezug der Mitarbeiter in kleinen Schritten ständig weiterentwickeln. Um diesen Prozess in Gang zu bringen, sollen die Mentoren in erster Linie die Optimierung der Arbeitsplätze und Prozesse sowie die Lösung von Problemen auf Veranlassung und in Abstimmung mit dem Vorgesetzten vorantreiben. Entscheidend für den Erfolg ist hierbei der Einbezug der Mitarbeiter in die Umsetzung.

Am ersten Seminartag konnten die Teilnehmer erst einmal die Theorie zur 5A/5S Methode und zu den 7 Arten der Verschwendung kennen lernen und sich mit der Philosophie und dem Zusammenspiel der Lean Management Inhalte auseinandersetzen. Dabei haben die Referenten die Wissensvermittlung immer wieder mit praktischen Beispielen kombiniert und zahlreiche Fotos bzw. Dokumentierungen aus den Unternehmen präsentiert, die bereits wichtige Erfolgsschritte im Sinne von „kontinuierlichen Verbesserungsprozessen“ (KVP) an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen und in den Prozessen verschiedener Funktionsbereiche – hauptsächlich in der Fertigung, aber auch in der Verwaltung – umgesetzt haben.

Am zweiten Tag waren besonders die Teilnehmer gefordert: Sie mussten die Theorie bspw. zum Lernbaustein „Optimierung der Produktionsabläufe mittels geeigneter Problemlösungsmethoden und Umsetzungsstrategien“ anhand fiktiver Situationsbeschreibungen eines Produktionsbetriebes in die reale Praxis übertragen und nach in Frage kommenden Lösungswegen unter Anwendung der verschiedenen Methoden/Strategien suchen.

Der dritte und letzte Schulungstag war ein reiner Praxis- bzw. Praktikertag: Die elf Teilnehmer waren als Team Mitarbeiter der KUVERT-AG in der Briefumschläge hergestellt wurden. Zielsetzung der Gruppe war es, den Kunden, der in zwei Minutentakten verschiedenfarbige Umschläge bestellt, zufrieden zu stellen.

Für diese Aufgabe war es erforderlich, dass sich die Teilnehmer mit ihren individuellen Arbeitsaufgaben innerhalb ihrer Organisation mit dem Fokus auf Prozessoptimierung und Vermeidung von Verschwendung absprachen. Sie konnten somit ihr zuvor erlerntes Wissen anhand der einfachen Briefkuvert- Produktion in die Praxis umsetzten. Dabei war es nicht verwunderlich, dass die Durchlaufzeitreduzierung im weiteren Lern- und Abstimmungsprozess mit der reflektierenden Fragestellung „Was haben wir gelernt? Was können wir besser machen?“ deutlich zu sehen war.

Der krönende Abschluss dieser Lean- Mentoren-Ausbildung war anschließend der Praxis-Anwendertag Anfang März 2016 bei der Firma Geo. Gleistein und Sohn GmbH in Bremen. Für diesen Tag lautete das Motto: „Gehe an den realen Ort und erfasse die reale Situation“. Die Seminarteilnehmer und die beiden Referenten waren eingeladen, nach einer Unternehmenspräsentation inkl. eines Betriebsrundganges an ausgewählten Arbeitsplätzen in der textilen Fertigung auf Verschwendungssuche zu gehen.
In der sich anschließenden Feedback- bzw. Verbesserungsrunde wurden die Anregungen und Hinweise der Beobachter zusammengetragen, diskutiert und bzgl. ihrer Verwertbarkeit kritisch hinterfragt.

Abschließend urteilten alle Teilnehmer des Praxis-Anwendertages einschließlich des Gastgebers, dass es eine gelungene Veranstaltung mit einer aktiven Mitgestaltung aller Beteiligten war, die auch einen weiteren praxisnahen Wissenstransfer ermöglichte.
Erfreulich ist, dass auf Grund des erfolgreichen Verlaufes der zweite Anwendertag im Sommer 2016 im nächsten Textilunternehmen geplant ist.

Quelle: Jahresbericht 2015/16 Verband der Nordwestdeutschen Textil-und Bekleidungsindustrie e.V., Münster, 2016

Kaizen Mentoren-Training

29.04.2016

Die Arbeitgeber- und Unternehmerverbände in Westfalen-Lippe bieten gemeinsam mit den Unternehmensberatern Liskamm und Kober das Kaizen Lean-Mentoren-Training an.

Arbeitsgruppe Kaizen Mentoren-Training, Quelle: Verbandsingenieure der Arbeitgeber- und Unternehmerverbände Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, 2016

Das Training fand ganztägig an jeweils drei Tagen im April 2015 sowie im November 2015 im Verbandshaus in Bielefeld statt. Ziel des Trainingskonzeptes ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Lean Management kann nur gelingen, wenn Unternehmen sich in kleinen Schritten ständig weiterentwickeln. Um diesen Prozess in Gang zu bringen, bilden die Unternehmer- und Arbeitgeberverbände Ostwestfalen-Lippe Unterstützer in den Unternehmen aus, die wir Lean- Mentoren nennen.

Gestartet wird in einem Pilotbereich mit 5A, denn Ordnung, Sauberkeit und Standards am Arbeitsplatz sind die Grundvoraussetzung für weitere Schritte in Richtung „Lean“. Das Angebot besteht darin, das Management zu informieren und die Mentoren anfangs in 5A und in den Zusammenhängen eines ganzheitlichen Unternehmenssystems auszubilden. Das Konzept hat sich in der Praxis hervorragend bewährt.

Es sind die ersten Schritte, um Produktion und Verwaltung für die Zukunft fit zu machen. Denn bei „Lean“ dreht sich alles um drei Dinge:

  • Werte für den Kunden schaffen
  • Verschwendung vermeiden
  • Respekt vor der Erfahrung und Kompetenz der Beteiligten

Führungskräfte und Mentoren lernen in den Schulungen und Trainings, Verschwendung zu erkennen und diese mit Fokus auf die Kundeninteressen (Erhöhung der Wertschöpfung) zu beseitigen.

Die nächste Mentorenschulung bieten wir in drei ganztägigen Modulen im Oktober 2016 an. Den Flyer mit Anmeldeformular finden Sie auf unserer Internetseite www.verbandsingenieure-owl.de